Testbericht AR.Drone 2.0 GPS Flight Recorder

Das AR.Drone Forum hat Anfang Juni 2013 ein Gewinnspiel veranstaltet, wo man zum Thema Sommerwind ein Video veröffentlichen sollte und das beste Video der eingereichten Videos, konnte einen GPS Flight Recorder von Parrot für die AR.Drone 2.0 gewinnen. Gewonnen habe ich!!! Und heute möchte ich euch von meinen Erfahrungen mit dem GPS Modul berichten.

Der erste Eindruck

Überrascht war ich etwas von der Baugröße des Gerätes, es wirkt zwar doch ziemlich klein und äußert robust, doch stellte es sich beim Einbau in die AR.Drone als relativ groß raus. Den es passt zwar mit etwas quetschen rein aber man muss halt quetschen und auch wer der Anleitung zum Einbau folgt, wird scheitern! Den in meinen Augen ist der Orangene Stofffetzen, um den Empfänger zwischen Akku und Klettband- Schlaufe zu Fixieren, unpraktisch und gehört wenn überhaupt genau an das andere Ende.

Wenn es den passt, sitzt die AR.Drone Hülle nicht mehr so schön wie sie sollte und auch die Kamerasicht kann etwas in Mitleidenschaft gezogen werden. Ergebnis: die Hülle muss für eine optimale Nutzung, zwangsläufig angepasst werden. Die freundliche Orangene Farbe und Beschriftung passt hervorragend zum Thema dieses GPS Moduls und auch lässt sich der interne Speicher mit einem extra USB Stick erweitern, den 4GB Interner Speicher ist irgend wann mal voll. Auf dem Speicher befindlich sind auch Treiber für Windows und Mac. Alternativ könnt ihr diese aber auch in meinem Download Bereich runter laden.

Die erste Inbetriebnahme

Grundsätzlich ist die AR.Free Flight Version 2.4.3 erforderlich. Nach Anschluss der GPS Einheit, verfärbt sich im Steuerungsinterface das kleine Icon oben Rechts von dunkelgrau in Hellgrau und sollte etwas später auch in Orange erleuchten. Sollte dies nicht der Fahl sein, dann einfach angesteckt lassen und einfach mal eine kleine runde Fliegen, Landen und den GPS Empfänger ab und wieder ran Stecken ggf. alles einmal neu Starten.

Da zwar die Drohne mit dem ersten Betrieb nicht so ganz klar kommt, wird sie kurze zeit später ein Update haben wollen. Das Update ist auch erforderlich, da sonst keine Ordnungsgemäße Kommunikation gewährleistet ist und damit man per Fernsteuerung auf den Speicher zugreifen kann, um die Videos runter laden. Es sei an dieser stelle aber gesagt, das bei einer USB Stick Erweiterung, dieser sehr sehr fest im GPS Modul sitzt und ich durch diesen festen sitz schon einen Mini USB Stick kaputt bekommen habe.

Verbrauch vs. Nutzen

Ohne GPS Empfänger kann man 1500 mAh Akkus bis auf etwa 10% bis 20% runter Fliegen bevor die Akku Warnung einem zur Landung zwingt. Mit dem GPS Empfänger jedoch, ist der Energieverbraucht wesentlich Größer und zwischen 30% und 43% Rest Akkuladung sollte man in den Landeanflug gehen, also noch bevor die Akku Warnung kommt! Da ab einem bestimmten Punkt die Energie nicht mehr ausreicht, um alle Daten der Drohne für einen Stabilen Flug zu berechnen und diese anfängt unkontrollierte Bewegungen zu machen und dann zwangsläufig abstürzt. Der Langzeittest hat aber gezeigt, das sich dies Phänomen mit der zeit etwas Legt. Dennoch rate ich bei Benutzung und einer Akku Ladung von unter 41% von großen Höhen ab.

Wärme Entwicklung

Ob original Akku oder Tuning Akku, jeder Akku entwickelt Hitze und auch das GPS Modul entwickelt seine eigene Hitze, die sich natürlich in der Hülle sammelt und unter umständen, Schäden an der Elektronik verursachen kann. Daher Bauen mansche den GPS Empfänger aussen an die Drohne, auch um ein besseren GPS Empfang zu haben, jedoch ist das bei dem bisschen Styropor nicht erforderlich. Ich habe die Hülle im inneren für mehr Platz und besseren sitz angepasst und konnte auch nach Sieben Akku Durchgängen, keine Fehler oder Überhitzung feststellen (bei 26 Grad Aussentemperatur, Sonnig & Wolkenlos).

Der Autonome Flug

Kaufen tut man sich den GPS Empfänger deswegen, weil man Autonome Flüge machen möchte. Die Bedienung des Autonomen Flugmenüs ist selbsterklärend einfach, so das man eigentlich hierzu nichts weiter sagen muss. Erwähnenswert wäre jedoch der Allgemeine Hinweis, das die Drohne natürlich kein Wlan empfang benötigt um ihr Ziel zu erreichen (nach Start Drücken) aber man auch nur einen Way Point (Wegpunkt) angeben kann. Mehr sind aus Gesetzlichen gründen nicht erlaubt. Jedoch ist dies mit der Software qGround Control möglich, auf die auch Parrot verweist.

Die Home Funktion funktioniert ebenfalls sehr zuverlässig und schon eine kurze Signal Verbindung reicht aus, um diese aus zu lösen. Man sollte aber darauf achten wo man Startet, den die Drohne fliegt auch dahin zurück. Es ist erforderlich die App beim Akku Wechsel oder nach Bruchlandungen zu beenden oder zumindest in das Menü zurück zu kehren, damit eine neue Startposition erstellt wird. Gescheit das nicht, Fliegt sie immer zum ersten Startpunkt zurück, als man das erste mal mit der App- Steuerung gestartet ist. Soweit zumindest meine Beobachtung.

Die Online Academy & Synchronisation

Die Daten werden mittlerweile zuverlässig mit der AR.Drone Academy Synchronisiert und aufbereitet in einer 3D Ansicht angezeigt. Die geflogene Strecke wird von Grün über Orange bis Rot angezeigt und gibt somit aussagekräftig aus, ob die Drohne sich Normal verhalten hat oder Starken Belastungen ausgesetzt war. Schade ist jedoch, wer sich nicht mit seinem Steuergerät vorher ordentlich Ortet (etwa iPad ohne Simkarte), in der Academy Ortsübersicht angezeigt bekommt „none“ bzw „N/D“ oder gar die letzte Startposition vom Steuergerät angezeigt bekommt. Da die Academy leider nicht die gesammelten GPS Daten für eine Ortsangabe in der Übersicht verwendet. Warum auch immer  das  so gemacht worden ist, wäre es wünschenswert, wenn parrot diese einfach erscheinende Funktion nachrüsten würde.

Wünschenswert wäre auch, das der GPS Stick die Flugdaten von Akku, Höhe und Geschwindigkeit in einer TXT oder besser noch in einer Excel Tabelle sammeln würde, den dann könnte man die Daten am Heimischen Computer oder Macintosh auswerten und gegebenenfalls weiter verarbeiten. Und dann würde der Name Flight Recorder auch zu 100% gerecht werden.

Die Genauigkeit

Im Betrieb macht die Drohne den Eindruck, als das Sie besser ihre Position halten kann als gewöhnlich. Jedoch kann es durch aus vorkommen, das die Drohne nicht an der gewünschten stelle stehen bleibt und ihre Position um mehre Meter und auch in der Höhe verändern kann. Das liegt naturbedingt an der Genauigkeit des GPS Signals. Grundsätzlich ist das eine recht zuverlässige Technik, die man aber grade bei solch einen Flug- Spielzeug etwas im Auge behalten sollte. Plötzliche ausfälle sind mir bisher nicht bekannt und selbst wenn, die Drohne nutzt auch während des Betrieb alle ihr zur Verfügung stehenden Sensoren, wenn auch unter umständen etwas weniger ausgeprägt, jedoch nie ohne.

Fazit

Der GPS Empfänger für die AR.Drone 2.0 ist ab 99,00 Euro zu haben und ist in einer gewissen Art und Weise ein tolles Zubehör, das jeder Professionelle Drohnenpilot haben sollte. Jedoch ist das Gerät vielleicht nicht für jeden für den Täglichen Gebrauch geeignet, wer jedoch große Gelände erkundet, Strecken aufzeichnen möchte oder nicht permanent die Drohne in Aktion benötigt, für den ist das gerät durch aus von praktisch nutzen. Den wer beim Sportlichen Fliegen viel Abstützt, kann Schäden im GPS Empfänger verursachen. Das erstmalige in betrieb nehmen Funktioniert relativ gut, doch sind mehre Neustadts erforderlich, damit die Drohne alle Funktionen zuverlässig erkennt und anbietet aber wenn das einmal geschehen ist, gibt es keine weiteren Probleme mehr. Die Akkus müssen sich erst an diese neue Belastung gewöhnen.

5 thoughts on “Testbericht AR.Drone 2.0 GPS Flight Recorder

  1. Michael Eibel

    moinsen DJ,
    wenn ich Deinen Test richtig verstanden habe, fliegt die Drone mit GPS

    1) zum gewählten Wegpunkt und wartet
    2) landet – als ob sie kein GPS hätte – an Ort und Stelle, wenn der Funk ausfällt

    Ich kann also einen Absturz programmieren, wenn ich einen Wegpunkt eingebe,
    der außerhalb der Funkreichweite liegt, dann fliegt das Ding so lange von mir
    weg, bis es nix mehr hört und haut sich dann in die Büsche.

    Wäre doch viel besser, wenn ein Funkausfall – nach einer vernünftigen Wartezeit – die
    Home-Funkton automatisch auslöst.

    Inschenör mik

    1. Das kann ich gut verstehen! Meine Beiträge auf http://www.djblue.de zum Beispiel, werden von jemanden kontrolliert, da ich eine Rechtschreibschwäche habe und da kann man nicht viel gegen machen. Zukünftig allerdings, werden auch diese Beiträge hier rückwirkend kontrolliert werden und zukünftig dann auch Kontrolliert werden.

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