LiPo-Akkus im Winter vorheizen!

Wer im Winter schon mal dem Hobby des Drohnenfliegens nachgehen wollte, wird eines festgestellt haben: Es ist schwieriger als im Sommer. Der Grund liegt in den Akkus. Diese müssen eine bestimmte Temperatur haben, um ohne Probleme zu funktionieren. Diese kann duch verschiedene Art und Weise erreicht werden.

Einsatz eines Heizkoffers

Der Heizkoffer ist die am meisten verbreitete Lösung zur Erwärmung von LiPo-Akkus. Dieser sorgt dafür, dass die ideale Temperatur von 20-30°C schnell erreicht wird und sich die Wärme gleichmäßig auch im Inneren des Packs verteilt. Solche Geräte werden auf unserer Internetseite www.DrohnenShop-Berlin.de in verschiedenen Größen ab 184,99 Euro angeboten. Sie verfügen über ein digitales Thermometer, dessen Temperaturanzeige von außen sehr gut einsehbar ist. Genauso einfach ist es auch zu bedienen.

Es lassen sich lückenlos Temperaturen bis zu 95°C einstellen. Wird im Betrieb die vorgegebene Temperatur unterschritten, schaltet sich augenblicklich wieder das Heizelement ein. Der Koffer verfügt zusätzlich über zwei kleine Lüfter, damit sicher gestellt ist, dass sich die Wärme auch gut verteilt. Ein Schutzgitter verhindert das Berühren der Heizelemente durch die Akkus. Der Koffer ist gedämmt und die Bodenplatte ist dazu gleich doppelt gedämmt. Betrieben wird er über zwei 4mm Buchsen von außen oder 3S LiPos von innen.

Weitere Alternativen, die LiPo-Akkus zu erwärmen

Das Vorwärmen der Akkus kann auch durch alternative Methoden erfolgen. Welche davon die Erfolgversprechendste ist, muss dabei jeder für sich selbst herausfinden. So ist es möglich, die Akkus durch die eigene Körperwärme aufzuheizen. Dazu müssen sie einfach nur unter der Jacke getragen werden. Weiterhin kann man sie auch auf den Lüftungsschlitzen im Auto oder bei genügend Gewicht auf der Sitzheizung des Beifahrersitzes aufheizen.

Es ist aber auch möglich, einen Kühlschrank zu nutzen, der sich auch auf Heizen umschalten lässt. Zusätzlich kann man die Akkus auch ganz einfach auf die Heizung in der Wohnung legen und die Zeit abwarten. Bei den beiden letzten Möglichkeiten sollte man bei nur kurzem Transport die Akkus dann in Alufolie verpacken, damit sie ihre Wärme nicht wieder abgeben. Alle Beispiele zur Erwärmung der LiPos geschehen immer auf eigene Verantwortung. Die Batterien sollten dabei auch nie unbeaufsichtigt bleiben.

Warum muss vorgeheizt werden?

Eine LiPo Heizung wird bei Temperaturen unter 18°C erforderlich. Je kälter es wird, desto mehr scheint es, als ob die Akkus keine Leistung mehr hätten. Sie reagieren also immer “träger“. Allgemein lässt sich sagen, dass mit fallender Temperatur auch die Leistungsfähigkeit immer mehr zurück geht. Auch die Entladerate nimmt bei Akkus unter 18°C deutlich ab. Eine schnelle Überlastung mit entsprechender Verkürzung der Lebensdauer ist bei Nichtbeachtung der sinkenden Leistungsfähigkeit die Folge. Zusätzlich wird auch die benötigte Kapazität nicht mehr zur Verfügung stehen und damit die Flugdauer erheblich abnehmen. Nicht vorgeheizt, können die Akkus bei rund 10°C nur noch zur Empfänger- oder Sonderversorgung genutzt werden, aber nicht mehr zum Antrieb einer Drohne.

Wann muss nicht vorgeheizt werden?

Generell kann das Heizen der LiPo-Akkus bei Temperaturen über 20°C entfallen. Allerdings sollten dann aber auch nur 40% der Kapazität des Akkus entnommen werden. Bei Überwachung der Kapazität über die Telemetrie können auch bis zu 80% entnommen werden. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass die Zellenspannung während der Belastungsspitzen nicht unter 3,3 V fällt. Dieses wirkt sich nämlich wieder negativ auf die Lebensdauer aus. Dies gilt aber nur, wenn die Belastung innerhalb der Dauerbelastbarkeit des Akkus liegt.

Wann muss noch vorgeheizt werden?

Abgesehen von Temperaturen unter 18°C muss der Akku auch bei Überlast-Nutzung erwärmt werden. Dies gilt selbst bei sommerlichen Temperaturen. Die optimale Temperatur liegt in diesem Fall bei 38-45°C. Bei diesen Werten erreicht er seine höchste Leistung. Allerdings sollten hier nur noch 50% der Kapazität des Akkus genutzt werden. Dadurch wird die Lebensdauer positiv beeinflusst. Wer die LiPo-Akkus dauerhaft bei Überlast-Nutzung verwenden möchte, sollte definitiv eine Einzelzellen- und Kapazitätsüberwachung durch Telemetrie in Betracht ziehen.

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